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über mich // cora von pein

wenn ein mensch geht,
braucht es menschen
die da sind.

Als Grafik-Designerin war ich es gewohnt, kreative Lösungen für schwierige Fragen zu finden. Doch vor acht Jahren veränderte eine schwere Hirnblutung meines Mannes mein Leben grundlegend. Plötzlich war ich gezwungen, auf viele schwierige Fragen Antworten zu finden. Im Laufe der Zeit habe ich viel gelernt – auch weil ich großartige Menschen auf meinem Weg kennenlernen durfte, die mir Hilfe und Beistand gaben.

Heute begleite ich selbst Menschen in herausfordernden Zeiten. Als ausgebildete Trauerbegleiterin, Ayurveda-Köchin und mit einer Weiterbildung in positiver Psychologie verbinde ich seelische und körperliche Fürsorge. In beidem finde ich einen Ausdruck meiner tiefen Überzeugung, dass Körper, Geist und Seele miteinander verbunden sind

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Trauerbegleitung Alura CvP1.jpg
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Nach vielen gemeinsamen Jahren in diesem neuen Leben ist mein Mann gestorben und ich durfte ihn bis zu seinem letzten Atemzug begleiten. In den letzten acht Jahren habe ich zwei Mal zutiefst erfahren, was Trauer bedeuten kann – in ihrer stillen Einsamkeit und in ihrer unerwarteten Kraft. Ich war oft alleine damit und habe auf meinem Weg doch auch viele Menschen getroffen, die mir Halt und Orientierung gaben – und immer noch geben.

 

Ich glaube zutiefst daran, dass wir diese Erfahrungen nicht für uns behalten sollten. Mein Weg, mein Wissen, mein Mitgefühl – all das möchte ich weitergeben. Ich wünsche mir, selbst ein Halt zu sein für Menschen, die wie ich oft nach einem solchen Halt suchen mussten. Das ist es, was mich trägt. Das ist mein innerster Antrieb. 

Ich habe zwei inzwischen fast erwachsene Kinder, und gemeinsam haben wir gelernt, mit einem Leben umzugehen, das plötzlich ganz anders war als geplant. Mein Mann starb nicht an der Hirnblutung – aber vieles, was einmal war, ging dennoch verloren.

 

Ich musste um ihn trauern, obwohl er noch bei uns war. Unsere Liebe veränderte sich, wurde stiller, zarter, und ich durfte ihn in vielen Momenten neu entdecken – als einen Mann, der trotz Schmerz und Verzweiflung weiterkämpfte, der sanft wurde inmitten seiner Wut, der bei uns war, so gut er konnte. Es war ein Abschied für uns beide, wir haben zusammen und auch jeder für sich getrauert. Zugleich war es eine Zeit voller Leben, voller Nähe und Dankbarkeit. Und voller Herausforderungen.

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vielleicht sind wir
am ende auch nur
knicklichter,
zuerst muss in uns
etwas brechen,
damit wir
richtig leuchten.
 

Florian Beier

@sommeraufdemdach

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